IOTA will das bessere Bitcoin sein

Datenmarktplatz, rasanter Kursanstieg, weltweit erste Kryptostiftung: Die vergangenen Tage waren für IOTA turbulent. Plötzlich interessieren sich alle für das Berliner Startup. IOTA will die „Next Generation Blockchain“ für das Internet der Dinge sein.

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Datenmarktplatz, rasanter Kursanstieg, weltweit erste Kryptostiftung: Die vergangenen Tage waren für IOTA turbulent. Plötzlich interessieren sich alle für das Berliner Startup. IOTA will die „Next Generation Blockchain“ für das Internet der Dinge sein.

Im Internet der Dinge werden ständig Informationen ausgetauscht. Maschinen kommunizieren mit Maschinen, Sensoren produzieren Daten, die wieder von anderen Geräten genutzt werden. So sollen beispielsweise Häuser selbst ihre Raumtemperatur regulieren können, Kühlschränke eigenständig shoppen oder selbstfahrende Autos entscheiden, wann sie tanken müssen – und auch noch selbst bezahlen. Im Internet der Dinge handeln Maschinen mit Maschinen.

Doch damit das funktioniert, braucht das Internet of Things (IoT) ein tragfähiges Netzwerk. Eine Möglichkeit, Daten auszutauschen, sie zu verkaufen und zu bezahlen – und zwar viel und ständig. Die Blockhain könne das nicht leisten, sagt Dominik Schiener, einer der Gründer von IOTA. Und das aus mehreren Gründen: Zum Beispiel, weil dort für jede Transaktion Spesen fällig werden – es aber beim Internet of Things vor allem um kleine Beträge gehe. Oder, weil sie nicht beliebig skalierbar, zu langsam sei. „Wir lösen die Probleme der Blockchain“, sagt Schiener.

Dass Maschinen direkt andere Maschinen bezahlen, ist nahe Zukunft. In Deutschland arbeiten junge Entwickler an einer Lösung, von der sie hoffen, dass sie die Ökonomie im Internet der Dinge revolutioniert. @IOTAtoken @IOTA2016 @IOTASupport #momaFuture @DomSchiener pic.twitter.com/xbALdYu3WN

Die Antwort von IOTA auf die Probleme der Blockchain heißt Tangle. Statt wie in der Blockhain einen Block nach dem anderen chronologisch zu verbinden, spinnt das Tangle ein großes Netz. Wer eine Transaktion über IOTA machen möchte, muss zwei weitere Transaktionen validieren. „Im Moment läuft IOTA noch mit einem Koordinator, der das Netzwerk vor verschiedenen Attacken schützt und bei der Validierung der Transaktionen hilft“, sagt Schiener. Wenn das Netzwerk genügend Teilnehmer hat, ist das nicht mehr nötig. Denn je mehr Teilnehmer IOTA hat, desto sicherer und schneller soll es sein.

Mit Hilfe der Tangle-Architektur kann man dann Transaktionen durchführen, Daten austauschen und sichern oder mit Hilfe der Iota-Token kaufen und verkaufen. Der Kurs für die Token ist in den vergangen Tagen stark gestiegen. Ein Beispiel, wie das alles aussehen könnte, ist der Datenmarktplatz – ein Prototyp, den IOTA Ende November für zwei Monate eröffnet hat. „Der Datenmarktplatz ist die Killerapplikation auf IOTA, wir ermöglichen damit komplett neue Business-Modelle“, sagt Schiener. Denn auf dem Marktplatz lassen sich Daten, die Sensoren produzieren, mit IOTA-Token kaufen. Es soll die Befreiung der Daten werden – raus aus den Silos, rein in die Datenseen.

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